Katzen sind Krisenhelfer

Viele von Ihnen werden es sicherlich schon unterbewusst wahrgenommen haben: Katzen können eine große Stütze in persönlichen Krisen sein und dabei helfen, schwierige Zeiten einfacher zu überwinden!

Unter der Leitung von Professor Dr. Reinhold Bergler von der Universität Bonn wurde eine mehrjährige Studie mit 150 Menschen durchgeführt, die sich in einer Krise befanden. Darunter waren Personen, die beispielsweise unter Trennungsschmerz, Stress am Arbeitsplatz, einer schwierigen Partnerschaft oder einer schweren Krankheit litten, bzw. von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen waren.

Die Hälfte der Befragten besaß schon längere Zeit eine Katze, die andere Hälfte hatte keine Katze und auch kein anderes Heimtier. Nach einer intensiven Befragung beider Testgruppen konnte ein Vergleich gezogen werden.
Das Ergebnis war verblüffend: 65 Prozent der Befragten ohne Katze nahmen ärztliche Hilfe in Anspruch, um den Konflikt zu lösen. Die meisten Katzenhalter hingegen hielten diesen Schritt für nicht erforderlich. Laut Prof. Dr. Bergler fanden Katzenhalter außerdem schneller aus ihrer Isolation heraus und waren hinsichtlich eines Neustarts optimistischer sowie aktiver in der Problembewältigung als die Testpersonen ohne Heimtier.

Die Katze als Allheilmittel?
Der Wissenschaftler warnt vor einer allzu optimistischen Verallgemeinerung der Studienergebnisse nach dem Motto „Bist Du depressiv, schmuse mit einer Katze. Und Du fühlst Dich wieder gut“. Katzen ändern nichts an einer Langzeitarbeitslosigkeit oder schweren Krankheit. Trotzdem haben sie eine therapeutische Wirkung.

Weshalb sind Samtpfoten eigentlich Therapeuten?
Dafür gibt es mehrere Gründe. Erst einmal: Die Liebe einer Katze zu ihrem Menschen ist unerschütterlich. Eine Katze macht keinen Unterschied, ob jemand arm oder reich, arbeitslos oder erfolgreich, alt oder jung ist.
Ein Grund ist sicherlich auch, dass Katzen überaus verspielt sind und den Menschen durch ihre Lebenslust von seinen Problemen und Grübeleien ablenken. Sie erinnern den traurigen Menschen daran, dass es auch in schweren Zeiten noch Lichtblicke gibt.
Verschmustheit & Sanftmut sind weitere wichtige Aspekte. Täglich fordern Katzen ihre Streicheleinheiten und geben ebensoviel Wärme & Zuneigung zurück. So werden Zärtlichkeitsdefizite beim Menschen ausgeglichen und Stress abgebaut.

Doch Katzenhaltung bedeutet nicht nur Schmusen und Kuscheln. Wer eine Katze besitzt, hat ihr gegenüber auch eine große Verantwortung. Schließlich muss sie z.B. regelmäßig gefüttert werden, man muss mit ihr spielen, ihren Futterplatz sauber halten und die Katzentoilette reinigen. Durch diese notwendigen Handlungen haben Menschen auch in Lebenskrisen das Gefühl, gebraucht zu werden.

Und es gibt noch einen weiteren positiven Nebeneffekt:
Katzen sind ein unerschöpfliches Gesprächsthema. Durch den Dialog mit anderen Katzenhaltern werden Brücken zu Mitmenschen geschlagen und der Kontakt zur Außenwelt aufrechterhalten.

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Quelle:
http://www.whiskas.de/content/wissenswertes/gesuender-dank-katze.html#subpage

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