Warum Katzen kratzen

Katzen kratzen aus vier Gründen: Um ihr Revier zu markieren, ihre Krallen zu pflegen, ihre Muskeln zu trainieren und um sich ihren persönlichen Wohlfühlgeruch zu schaffen.

Kratzen ist Markierverhalten

Das Kratzen hinterlässt sichtbare optische Markierungen für Fremde. Katzen kommunizieren in erster Linie aber über Gerüche, welche wir Menschen nicht wahrnehmen können.
Durch das Kratzen wird ihr spezifischer Geruch in Form von Pheromonen über Duftdrüsen an den Pfoten abgesondert. Mit dieser persönlichen sicht- und riechbaren Visitenkarte markieren Katzen ihr Revier.

Kratzen dient dem Krallenwetzen

Katzen kratzen aber nicht nur, um zu Markieren, sondern auch zum „Krallenwetzen“. Denn beim Kratzen reinigt die Katze ihre Krallen und schärft sie, indem alte Krallenhülsen abgestreift werden. Die gebrauchte, stumpfe Oberfläche schält sich durch das Kratzen mit den Vorderpfoten einfach ab. Die Krallen der Hinterpfoten werden übrigens mit den Zähnen gepflegt.

Kratzen ist Muskeltraining

Katzen trainieren die Muskeln der Einzieh- und Ausstreckmechanismen ihrer Krallen. Sie sind ihre Waffen bei der Jagd und auf der Flucht.

Kratzen ist Balsam für die Katzenseele

Der bereits erwähnte spezifische Geruch, den Katzen beim Reviermarkieren hinterlassen, ist für die Katze ein Wohlfühlgeruch. Mit ihren Pheromondrüsen an Schläfen, Kinn und Unterlippe, sowie an den Pfoten parfümieren Katzen mehrmals täglich durch Reiben mit der Schnauze oder eben durch Kratzen an bestimmten – aus Katzensicht interessanten – Punkten ihre Umwelt mit ihrem körpereigenen Duft.

Wir Menschen sind nicht in der Lage diesen Duft wahrzunehmen. Für Katzen ist dieser Geruch jedoch elementar, denn nur wenn ihr Revier nach ihnen riecht, fühlen sie sich sicher und pudelwohl. Außerdem stecken wertvolle Informationen in dem Geruch anderer Katzen. Im Duft bekannter Katzen steckt deren Identität, in dem fremder Katzen unter anderem das Geschlecht der Katze und der Zeitpunkt des Markierens.

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